About
Die Geschichte von Armchair QB ist eine lange Geschichte.
Angefangen hat es 1999 in New York. Bei der NFL-Draft im Madison Square Garden traf ich die Jungs von armchairqb.com. Wir kamen kurz ins Gespräch und stellten uns gegenseitig unsere Webseiten vor. Ihre Idee, eine Seite zu machen, die den Football mal aus einer ganz anderen Perspektive zu machen und vor allem über die Leute zu schreiben, die über den Football berichten fand ich interessant. Nun gut. Damals war der Unterschied zwischen USA und Deutschland natürlich noch größer als jetzt. Wir hier in Deutschland waren immer noch eine Handvoll Leute, die wirklich intensiv über den Football schrieben und von der TV Berichterstattung war außerhalb des Pay TV kaum was zu spüren. Man konnte also ja kaum über sich selbst schreiben. Dennoch, eine Idee war geboren, eine Domain gesichert. Leider wurde das amerikanische Vorbild gegen Ende der Saison 1999 eingestellt.
Zur Definition von Armchair QB.
Der Armchair ist der Inbegriff eines bequemen Sessel. Ob er nun zum Fernsehen oder zum Lesen benutzt wird, er ist einfach nur bequem und man kann in ihm sitzend der angestrebten Tätigkeit entspannt und gelassen nachgehen.
Der QB, also Quarterback ist der sogenannte Spielmacher im American Football. Soviele Phrasen die für ihn passen, der verlängerte Arm des Coaches, wie schon gesagt Spielmacher. Naja, wer Football gespielt hat weiß was der QB zu tun hat, den Anderen sei gesagt, er ist in der Offense per se der wichtigste Mann auf dem Platz, er bestimmt was gemacht wird. Aber Football in mehr noch als der Fußball ein Mannschaftssport, ein QB ist ohne den Rest der Mannschaft nichts wert.
Zusammen steht Armchair QB also für den Spielmacher aus dem Fernsehsessel. Getreu dem Motto “Sind wir nicht alle Bundestrainer?” kann man aus seinem bequemen Sessel heraus das Geschehen nicht viel besser beurteilen als auf dem Feld mit all den Gegnern, dem Zeitdruck und den ganzen Tatsachenentscheidungen? In seinem sicheren Sessel fühlt man sich viel leichter in der Lage zu kritisieren oder zu hinterfragen. Oder, besser: das Geschehen einmal aus einer anderen, der eigenen Perspektive zu beleuchten.




